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raumakustik entstand anlässlich der vernissage raumforum 04. es ist ein gemeinschaftswerk von keys (musik ) und chrigi raissig (grafik) unserem damaligen praktikanten
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hoteldesigner 07 | BILANZ-Hoteldesigner des Jahres 2007 Rolf Balmer, Raumforum Balmer + Krieg, Steffisburg. Der Berner Oberländer Innenarchitekt, seit Jahren ein Flüstertipp in der Branche, macht zwar nur, was ihm Spass macht, dafür findet er für jeden Designauftrag einen eigenen prägnanten Stil, sei es im Ermitage-Golf in Schönried, im Adula in Flims, im Lenkerhof in Lenk oder auch in der Annabelle Café Bar in Zürich. Balmers Interior - Designs heben die Gäste aus dem Alltag, seine gesamtheitlich stimmigen Konzepte - vorwiegend mit natürlichen Materialien und warmen Farben - sprechen alle Sinne an.
annabelle | ANNABELLE IST JETZT AUCH EINE CAFÉ BAR (Zürich)
Die neue Café Bar annabelle liegt mitten in der Zürcher Altstadt beim Kino Arthouse Movie, dort, wo früher die Café Cinema Bar Paparazzi war. Das Lokal wurde vom annabelle-Team und dem Innenarchitekten Rolf Balmer vom Raumforum Balmer + Krieg, Steffisburg BE, neu gestaltet: natürliche Farben, weiche Polster, viel weiblicher Lifestyle. Frau kann hier während des Shoppings mit einem Bagel und einem Tee aus Barbara Vogels Sortiment L’Art du Thé eine Pause einlegen, die Businessfrauen von nebenan können zum ständig wechselnden Mittagsmenü aus dem Wok ihre Geschäfte besprechen, oder das Pärchen – natürlich sind auch Männer willkommen! – kann abends bei einem Glas Wein, einem speziellen annabelle-Drink und Antipasti den neuen Almodóvar diskutieren.
★ Café Bar annabelle, Nägelihof 1, Am Rüdenplatz, 8001 Zürich, Tel. 044 250 55 80, 9–21 Uhr
htr |
Schwarze Wände von Rolf Balmer. Foto: C. Küenzler
Rolf Balmer macht schwarze Wände salonfähig
Der Steffisburger Innenarchitekt Rolf Balmer setzt sich mit Wellnessanlagen in Hotels auseinander. Er hat unter anderem die Wellness-Anlagen vom «Adula» in Flims, vom «Lenkerhof» in Lenk sowie vom «Beatus» in Merligen gestaltet.
von Christine.Kuenzler@htr.ch
Rolf Balmer sagt es gleich zu Anbeginn: Er mag es nicht, wenn er als Einzelperson in den Vordergrund gerückt wird. «Meine Lehrmeister beeinflussen mich stark. Allen voran Stephan Jaggi vom Büro Jaggi und Partner in Gstaad.» Vor sechs Jahren hat sich Balmer beruflich selbstständig gemacht: Er ist Mitbesitzer der Raumforum GmbH in Steffisburg.
Ohne seinen Lehrmeister Stephan Jaggi wäre er nämlich nicht im Flimser Hotel Adula tätig gewesen, sagt er. Balmer ist so zum Hotel und zur Wellnessanlage gekommen. Doch er wolle nicht auf Hotel und Wellness festgenagelt werden, denn Spezialisten hätten mit der Zeit einen eingeengten Blickwinkel. Nun, dem ist im Moment nicht so. Vielmehr zeichnen sich Balmers Wellnessanlagen durch Originalität aus.
Da sind zum Beispiel die schwarzen Wände im «Adula». «Bei der Wellnessanlage stand der Kontrast hell dunkel im Vordergrund», so Balmer. Die hellen Kontraste waren mit dem heimischen Element Lärchenholz bereits gegeben. Was lag also näher als schwarze Wände? Balmer musste seine Idee von den schwarzen Wänden allerdings hartnäckig vertreten. Er sei, erzählt er, damit erst auf Ablehnung gestossen. «Schwarze Wände waren damals ein Novum in Wellnessanlagen.»
Nun, der unkonventionelle Rolf Balmer hat sich durchsetzen können. Aber erst nachdem er eine schwarze Musterfläche gestaltet hatte. «Was einst unmöglich schien, ist heute nichts Besonderes mehr», hält er fest. «Ich will mit dem Schwarz eine mystische und schummrige Atmosphäre schaffen.» Denn eine nackte Person fühle sich in einem dunkleren Raum wohler. Mit Dunkelheit lasse sich eine «supergute Raumatmosphäre» inszenieren. Anders im Ruheraum, dort brauche der Gast Helligkeit und Licht.
Umgebung mit einbeziehen
Im «Lenkerhof» hat Balmer nicht nur die Wellnessanlage, sondern das ganze Hotel gestaltet. Damit entsteht eine Einheit. «Das war eine spannende Herausforderung», fasst er zusammen. «Die Hotelzimmer haben wir als Ort des Rückzuges in hellen Farben gehalten, die Hotelhalle indes überspitzt bunt.»
In der Wellnessanlage – zum Thema «sieben Brunnen und sieben Brücken» – dominieren die Farben Rot und Blau – für warm und kalt. «Sehr plakativ und sehr einfach», bringt Balmer das Farbkonzept auf den Punkt. Der Beauty-Bereich indes, wo Entspannung wichtig ist, ist in sanften Farben gehalten. «Wir wollten im Lenkerhof bewusst keinen Alpenkitsch und wählten einen neuen, modernen Weg.»
Muss der Wellnessbereich mit dem Hotel zwingend eine Einheit bilden? «Wenn die Chance da ist, Altes und Neues so zu kombinieren, dass es passt, ist es besser, als etwas ganz anderes zu schaffen», sagt Balmer. Gerade in der Hotellerie sei es wichtig, dass sich die Gäste im ganzen Haus wohl fühlten. Wenn das Hotel in einem ganz anderen Stil gebaut ist als die Wellnessanlage, könnte es sein, dass die Gäste auseinander gerissen würden, gibt er zu bedenken. «Die einen fühlen sich im alten, die andern im neuen Teil wohl.»
«Für mich ist das Wichtigste, dass der Wellnessteil auch wirklich zum Hotel passt.» Balmer mag es nicht, wenn zum Beispiel in einem Alpenhotel ein römisches oder griechisches Bad integriert ist. Diese Mischung der Kulturen behage ihm nicht. «Der beste Weg für mich ist, die Umgebung des Hotels in die Gestaltung mit einzubeziehen. Plötzlich entdeckt man in der Umgebung ein Lärchenholz oder einen Granit – die sich dann in den Wellnessbereich integrieren lassen.»
Eine Vermischung der Kulturen sieht er auch dann, wenn die östliche Lehre Feng-Shui in schweizerischen Hotels Einzug hält. «Wenn man mit Leib und Seele projektiert und die ganze Vernetzung miteinbezieht, dann berücksichtigt man automatisch die Feng-Shui-Regeln», sagt er. «Feng-Shui wird von einer anderen Kultur nach Europa gebracht. Ich fände es auch komisch, wenn die Chinesen plötzlich mit Stäbchen Fondue essen würden.»
Wellness und Aktivität
Was bedeutet Wellness für Rolf Balmer? «Wellness assoziiere ich mit Langweiligkeit.» Er möchte deshalb Wellness in eine aktive Phase bringen. In der Integration des aktiven Parts sieht er denn auch die Zukunft der Wellnessbewegung. «Wenn alle Hotels Wellnessanlagen haben, muss man sich etwas Neues einfallen lassen. Es braucht eine neue Dynamik.» Er und seine Mitarbeitenden im Steffisburger Innenarchitektur-Büro machen sich jetzt schon Gedanken zur «Zeit nach dem passiven Wellness. Vielleicht», sagt er hoffnungsvoll, «werden dann die Natur oder die Kultur vermehrt ins Hotelleben integriert.» Er sieht – im Sinne von aktiveren Gästen – beispielsweise eine Art «Workshop-Hotel», in dem sich der Gast nicht nur in der Wellnessabteilung entspannt, sondern beispielsweise auch in der Küche mithilft, falls er kochinteressiert ist. «Das», sagt Balmer, «ist für mich echte Wellness.»
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Webdesign: e621 die geschmacksverstärker
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